Denkwerft
Die Denkwerft ist der Forschungsbereich von
SYSTEMBLICK.
Hier entstehen Arbeitsmodelle,
Organisationsprinzipien und
Forschungsmethoden, mit denen komplexe
Systeme untersucht, rekonstruiert und
weiterentwickelt werden.

Meine Forschungsmethodik
Forschung beginnt dort, wo bestehende Antworten nicht mehr ausreichen.
Die meisten Fragestellungen lassen sich innerhalb bestehender Denkmodelle bearbeiten.
Sie beginnt einen Schritt früher.
Nicht bei der Antwort.
Sondern bei der Frage, wie Verständnis überhaupt entsteht.
Dazu werden komplexe Systeme rekonstruiert, Organisationsprinzipien untersucht und Zusammenhänge schrittweise freigelegt.
Aus dieser Arbeitsweise entstand im Laufe der Zeit eine eigene Forschungsmethodik.
Die Forschungsmethodik von SYSTEMBLICK
System-Polyangularisierung
System-Polyangularisierung beschreibt die Forschungs- und Arbeitsweise.
Komplexe Systeme werden nicht aus einer einzelnen Perspektive betrachtet.
Sie werden gleichzeitig über verschiedene Ebenen, Zeiträume, Organisationsprinzipien, Wechselwirkungen und
Kontextbedingungen rekonstruiert.
Mit jeder neuen Erkenntnis verändert sich das Gesamtverständnis.
Dadurch entstehen neue Fragestellungen.
Neue Arbeitsmodelle.
Neue Zusammenhänge.
Der Erkenntnisprozess entwickelt sich deshalb nicht linear.
Er verläuft rekursiv und spiralförmig.
Jeder durchlauf erweitert, überprüft oder verändert das bisherige Verständnis.
Ziel ist nicht die schnellste Antwort.
Ziel ist ein möglichst kohärentes Verständnis des gesamten Systems.
Methodische Bausteine
Die System-Polyangularisierung verbindet mehrere Arbeitsweisen zu einem gemeinsamen Forschungsprozess.
Rekonstruktion
Rekonstruktion beschreibt den systematischen Versuch, die Entstehung, Organisation und Entwicklung eines
Systems nachvollziehbar zu machen.
Nicht das Ergebnis steht zunächst im Mittelpunkt.
Sondern die Frage:
Wie ist dieses System überhaupt entstanden?
Wurzelfreilegung
Wurzelfreilegung beschreibt den Prozess, schrittweise zu den grundlegenden Entstehungsbedingungen eines beobachtbaren Phänomens vorzudringen.
Nicht Symptome werden untersucht.
Sondern die Organisationsprinzipien, aus denen sie hervorgehen.
Organisationsprinzipien
Organisationsprinzipien beschreiben die grundlegenden Regeln, nach denen sich komplexe Systeme organisieren, entwickeln und verändern.
Sie bilden das Fundament der SYSTEMBLICK-Forschung.
Wechselwirkungen
Veränderungen entstehen selten isoliert.
Systeme beeinflussen sich gegenseitig.
SYSTEMBLICK untersucht deshalb nicht einzelne Elemente.
Sondern ihre Wechselwirkungen.
Polarität
Polaritäten beschreiben grundlegende Spannungsfelder innerhalb komplexer Systeme.
Sie bilden keine Gegensätze.
Sondern sich gegenseitig ergänzende Organisationsprinzipien.
Polarisierung
Polarisierung entsteht, wenn Polaritäten ihre Verbindung verlieren.
Aus Ergänzung entstehen Gegensätze.
Aus Gleichgewicht entsteht Trennung.
Kohärenz
Kohärenz beschreibt den Organisationszustand eines Systems, in dem seine Bestandteile funktional zusammenwirken.
Je höher die Kohärenz, desto stabiler und verständlicher wird das Gesamtsystem.
Verfügbarkeit
SYSTEMBLICK untersucht nicht nur, welche Fähigkeiten, Informationen oder Potenziale vorhanden sind.
Sondern unter welchen Bedingungen sie überhaupt verfügbar werden.
Emergenz
Emergenz beschreibt Eigenschaften, die erst durch das Zusammenwirken vieler Elemente entstehen.
Nicht einzelne Bestandteile stehen im Mittelpunkt.
Sondern das neue Ganze.
Reorganisation
Komplexe Systeme verändern ihre eigene Organisation fortlaufend.
SYSTEMBLICK untersucht die Bedingungen, unter denen diese Veränderungen entstehen.
Realitätsabgleich
Jedes Arbeitsmodell wird fortlaufend an der Realität überprüft.
Nicht die Theorie entscheidet.
Die Realität entscheidet.
Rückkopplung
Neue Erkenntnisse verändern bestehende Modelle.
Diese Modelle erzeugen neue Fragestellungen.
Dadurch entsteht ein fortlaufender Forschungsprozess.
Aktuelle Forschungsbereiche
Die entwickelte Methodik wird derzeit unter anderem in folgenden Bereichen angewendet:
Verfügbarkeit in komplexen Systemen
Organisationsprinzipien komplexer Systeme
Kohärenz
Emergenz
Polarität und Polarisierung
Reorganisation
Zusammenhangsbildung
Verständnisbildung
Denkraum
Menschliche Entwicklung
Organisationen und Unternehmen
Medizinische Systemzusammenhänge
Künstliche Intelligenz
Evolution komplexer Systeme
Gesellschaftliche Systeme
Forschungsprinzip
SYSTEMBLICK versteht Forschung als einen fortlaufenden Entwicklungsprozess.
Beobachtungen führen zu Fragestellungen.
Fragestellungen führen zu Arbeitsmodellen.
Arbeitsmodelle werden rekonstruiert, überprüft und weiterentwickelt.
Jede neue Erkenntnis verändert das Gesamtverständnis.
Dadurch entstehen neue Fragestellungen.
Die Forschung endet deshalb nicht mit einer Antwort.
Sie entwickelt sich mit jeder Erkenntnis weiter.
Wissenschaftlicher Anspruch
SYSTEMBLICK versteht sich nicht als Ersatz bestehender Wissenschaft.
Ziel ist es, bestehende Forschung durch neue Perspektiven auf komplexe Zusammenhänge, Organisationsprinzipien und Wechselwirkungen zu ergänzen.
Beobachtung, Hypothese und Schlussfolgerung bleiben dabei konsequent voneinander getrennt.
Willkommen bei den Fundstücken.
Gedanken, Beobachtungen und Verdichtungen, die auf dem Weg entstanden sind.
Keine Wahrheiten.
Keine Regeln.
Sondern Fundstücke einer fortlaufenden Suche nach Zusammenhängen, Strukturen, Orientierung und Klarheit.
Wirklichkeit
Wirklichkeit wird verständlich, wenn man den Unterschieden, ihren Begegnungen und dem daraus Entstehenden folgt.
Die Realität sehen
Und die Beziehungen erkennen, die bereits in ihr vorhanden sind.
Die Suche gilt nicht den Dingen selbst, sondern den Strukturen, die die Dinge hervorbringen.
Wahrnehmung
Der Unterschied liegt vermutlich nicht darin, dass man Zusammenhänge sehen kann.
Der Unterschied liegt darin, dass Zusammenhänge unmittelbarer Bestandteil der Wahrnehmung sein können und nicht erst das Ergebnis von Nachdenken.
Der Kern liegt weniger in einzelnen Fähigkeiten als in der dauerhaften, selbstverständlichen und integrierten Art, wie Wahrnehmung, Verknüpfung, Selbstreflexion und Orientierung zusammenarbeiten.
Der Unterschied liegt wahrscheinlich weniger in der Fähigkeit als in der Dauerhaftigkeit, Selbstverständlichkeit und Zentralität dieses Verarbeitungsmusters.
Entwicklung
Nicht jede Reibung ist ein Warnsignal.
Manche Reibung ist einfach der Preis für Dinge, die sich trotzdem lohnen.
Ein erfülltes Leben ist nicht automatisch ein reibungsloses Leben.
Neue Wege entstehen nicht dadurch, dass man alles versteht.
Sondern dadurch, dass man beginnt, mit dem Verstandenen zu arbeiten.
Orientierung
SYSTEMBLICK sucht nicht primär nach Lösungen.
SYSTEMBLICK sucht nach Organisationsknoten.
Neue Wege finden.
Klarheit ermöglichen.
Das eigene System
Die Suche nach den Strukturen, die Wahrnehmung, Muster, Zusammenhänge und Entwicklungen hervorbringen.
Manchmal entstehen neue Möglichkeiten nicht, weil etwas Neues hinzukommt, sondern weil bereits vorhandene Zusammenhänge sichtbar und verfügbar werden.
Verdichtung bedeutet nicht, etwas wegzulassen.
Verdichtung bedeutet, das Wesentliche so sichtbar zu machen, dass alles Andere darin enthalten bleibt.
Einordnung sucht Kategorien. Verständnis sucht Zusammenhänge.
Verständnis braucht Orientierungspunkte.
Jeder Blickwinkel zeigt etwas. Mehrere Blickwinkel zeigen oft, was bestehen bleibt.
Die eigentliche Frage lautet nicht:
Wie viele Menschen könnten so denken?
Sondern:
Wie viele Menschen leben tatsächlich so?
Eine weitgehend unentdeckte innere Welt aus Grundsystemen, navigiert durch SYSTEMBLICK.
Aus einzelnen Fundstücken können Fragen und Hypothesen entstehen, die weiter untersucht, verglichen und überprüft werden.
Manchmal fehlt nicht die Lösung.
Sondern das Verständnis für das eigentliche Problem.
Wenn Sie herausfinden möchten, ob SYSTEMBLICK Sie bei Ihrer Fragestellung unterstützen kann, dient das
Erstgespräch dazu, die Ausgangssituation gemeinsam einzuordnen.